14.05.2019

Westafrika-Reise der Bundeskanzlerin: Treffen mit ZIF-Sekundierten in Niger

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor Kurzem die westafrikanischen Staaten Burkina Faso, Mali und Niger besucht, die als Drei-Länder-Eck einen großen Teil der Sahel-Zone abdecken. Neben politischen Gesprächen mit den Präsidenten der Staaten, standen eine Diskussion mit Studenten/-innen der Universität in Ouagadougou, Gespräche mit den G5-Sahel-Staaten, ein Truppenbesuch der Bundeswehrsoldaten/-innen im Camp Castor im Norden Malis und ein Besuch der EU-Ausbildungsmission EUCAP Sahel Niger auf dem Programm. Die EUCAP-Mission unterstützt die nigrische Polizei, Nationalgarde und Gendarmerie im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus. Ziel der Afrika-Reise war es, die Kooperation zwischen den Sahel-Staaten und Deutschland sowie der EU zu festigen.

Während ihres Besuchs hat Bundeskanzlerin Merkel unter anderem zwei deutsche zivile Sekundierte getroffen, die vom ZIF für die zur EU-Mission nach Niger entsandt wurden. Neben einer offiziellen Begrüßung durch den belgischen Missionsleiter und seine deutsche Stellvertreterin, wurde der Bundeskanzlerin die Arbeit der Mission vorgestellt. Ein Schwerpunkt lag hier insbesondere auf den Themen regionale Bedrohungen, Drogenschmuggel und kriminaltechnische Polizeiarbeit.

Vier deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie vier zivile Experten sind derzeit für EUCAP Sahel Niger im Einsatz. Die Bundesregierung unterstützt die nigrischen Sicherheitskräfte beim Aufbau einer mobilen Grenzschutzkompagnie (CMCF) und der Ausbildung von 262 Polizistinnen und Polizisten. Neben der allgemeinen Verbesserung der Sicherheitslage ist vor allem der Kampf gegen den Drogenschmuggel ein erklärtes Ziel der nigrischen Regierung. Im vergangenen Jahr wurden bereits mehrfach bedeutende Drogenfunde gemacht und ein internationales illegales Handelsnetzwerk zerschlagen. 

  • Bild: EUCAP Sahel Niger