Veronika Weidringer

Veronika Weidringer

Koordinatorin Civil Affairs Section
Seit 2011 bei UN-Mission MONUSCO in Kindu, Provinz Maniema, DR Kongo

„Ich leiste sinnvolle und wichtige Arbeit. Das ist ein starker Motor.“

Stationen:

  • Diplom-Studium Geographie. Spezialisierung auf Entwicklungspolitik, Ressourcenmanagement, Regionalschwerpunkt Lateinamerika, Afrika.
  • Projektmanagement, Entwicklungspolitik, Koordination von Humanitärer Hilfe, Good Governance
  • Diplomarbeit in der Dominikanischen Republik, seither Auslandsaufenthalte in Mali, Haiti und DR Kongo
  • ZIF-Expertin seit 2008. Einstieg als koordinatorin
  • Perspektive: weitere Mitarbeit im Friedenseinsatz, Mitarbeit beim UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) oder im Bereich Koordination Humanitäre Hilfe (OCHA)

In meiner Position als Koordinatorin der Abteilung Civil Affairs arbeite ich im MONUSCO-Regionalbüro Kindu gemeinsam mit zwei lokalen Fachkräften in den Bereichen Schutz der Zivilbevölkerung, Stärkung der Zivilgesellschaft, Governance und Konfliktprävention. Maniema gilt als post-conflict-area, allerdings registrieren wir an der Grenze zu den Konfliktprovinzen weiterhin Gewalt gegen Zivilisten. Eine meiner Aufgaben besteht deshalb in der Planung und Organisation von Flügen in die unzugänglichen Grenzgebiete, um die Sicherheitslage einzuschätzen und die Nothilfesituation zu analysieren. Das Ergebnis dieser Joint Assessment Missions, die wir zusammen mit anderen Abteilungen der Mission, UN-Agenturen und der Provinzregierung durchführen, fasse ich in Berichten mit Handlungsempfehlungen zusammen.

Warum in den Friedenseinsatz? Seit Beginn meines Studiums wollte ich mich im Bereich Entwicklungspolitik engagieren. An dieser Motivation hat sich bis heute nichts geändert. Sie ist Motor für meine Tätigkeit in Friedensmissionen, auch wenn diese mit schwierigen Lebensbedingungen verbunden ist.

 

Mein stärkstes Erlebnis? Das Erdbeben am 12. Januar 2010 in Haiti – eine berufliche wie private Extremsituation. Ich war als UN-Mitarbeiterin in Port-au-Prince. Unser Hauptquartier wurde zerstört, 96 Mitglieder der MINUSTAH-Mission wurden Opfer des Erdbebens. Wir waren alle an der Grenze der Belastbarkeit. Die Arbeit vor Ort hat mir aber dennoch auch geholfen, meine Eindrücke zu verarbeiten.